Thomas M. Ruthemann

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Rocknews
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Rocknews (8)

Seit Jahren steht im »alternativen konzertkalender« meistens sehr wenig über Musik und Konzerte, dafür reichlich Verwirrendes aus dem Leben Ihres Kolumnisten Thomas M. Ruthemann aka Tom McRap....

O.K. Tough Shit. Ja Freunde, es geht mal wieder voll ins Eingemachte. Denn obwohl der große Chef der Rocker mir diesmal reichlich Zeit gelassen hat, diese traurigen Zeilen in harter Nachtarbeit und unter Aufsicht der Sklavenhalter des heiligen römischen Reich..., ääh - Mist, verplappert. Aber echt, es ist besonders albern zur Zeit (oder zurzeit, wieman  es jetzt schreiben tut) sich mit einer Terminvorschau in irgendeiner Weise zu beschäftigen, denn es gibt ein Phänomen, das größer als Blitz, Hagelsturm und Präsident Bush ist. Es ist das Sommerloch. Jawohl, ich weiß es ist ein Schock. Wenn Sie, Freunde des feinen Taktes, diese Hochglanz-Postille am Platz Ihrer Wahl gegen Mitte August abgreifen, dann ist es unvermeidlich und bitter. Nicht nur ist Ihr Kommunist, ääh Kolumnist immer noch Junggeselle, nein sorry Single, sondern es haben auch alle Veranstalter von CeBIT-City entschieden, daß keine Livemusik stattfindet. Tough indeed!

Tach, liebe Freunde der interkontinentalen Raketenabwehr. Die Rocker-News müssen wieder geschrieben werden. Folk-Rocker Willi (The Redakteur) hat mal rechtzeitig Vorwarnung gegeben - doch Ihr treuer und einfaltsloser Kolumnist schreibt trotzdem nicht eher. Man ist halt nicht jeden Tag lustig drauf, gell?! Da wird wieder der Grafiker greinen, sich über die Qualität der Fotos ereifern (obwohl die beim Téofilo Chantre so sein soll, weil's hübsch Retro aussieht) und jammern, daß er nicht fertig wird. Ich kann's auch nicht ändern. Das Leben ist halt hart und gemeinhin knapp unerbittlich. Wobei es doch arg unerklärlich bleibt, wieso Leute ohne Schokolade und Beziehung noch lachen können.

Hallo liebe Freunde der geziert-gepflegten Nachtmusik und des fröhlichen Trunkes. Der bitterböse Moment der Wahrheit ist da. Unvermeidlich, unmittelbar und unerhört. Ein Skandal quasi an dieser Stelle - da wo Sie ihn am wenigsten erwartet hätten. Sein Sie mal ehrlich?! Die blanke Wahrheit hier und jetzt, mitten ins Gesicht... und direkt aus meinem schlaftrunkenen Hirn in diesen Computer, der gottseidank allein läuft und... blubb. Ja, genau! Bis hierher war alles, aber auch verflucht noch mal alles gelogen, kein Wort wahr. Echt. Ich kann gar nicht schreiben. Konnte ich noch nie, wurde permanent von einem Alien ferngesteuert, der mir alle diese Worte die vielen vielen Rocknews-Kolumnen lang einfach ins Hirn gelogen hat. Rein und ich wie manisch abgetippt. Furchtbar nicht?

Einen geziert hübschen und durch und durch angenehmen »Guten Tag«, wünscht Ihnen, werte Freunde des gekeulten Schweins, Ihr getreuer Kolumnist! Es geht wieder los, hunderte von sinnlosen Sätzen, Wörtern und Bandwurm-Gedanken, die Sie schlicht verwirren sollen, nicht merken lassen, von welcher Inhaltlosigkeit dieser »alternative konzertkalender« eigentlich in Wirklichkeit geprägt ist. Ein dringende inhaltliche wie formale, um nicht zu sagen strukturelle Re-Organisation dieser Zeilen wäre dringend angesagt. Schicken Sie mir doch mal ein paar freundliche Ideen und anmerkung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit Hilfe Ihres sicher vorhandenen und sündhaft teuren 286’er Rechenknechts sowie eines Akustikkopplers. WAS? Sie sind schon weiter? Pentium (»dummdideldö« – kommt immer bei Erwähnung dieses Unworts der letzten zwei Dekaden)? Glückwunsch.

Einen ganz entzückenden und liebreizenden »Guten Tag« wünsche ich Ihnen, werteste aller Musikfreunde. Auch zum zwölfhundertvierundsechzigsten Mal wünscht sich die Redaktion einer gewissen Zeitschrift, die sich hauptsächlich mit Rockmusik beschäftigt, daß ich Ihnen einige profunde Tips, Trends und Themen für die nächsten Wochen und Monate schriftlich mitteile. Gerne will ich diesem Ansinnen Rechnung tragen (und auch anschließend eine schreiben). Nicht ganz umsonst soll die mir seit Jahren erworbene Fertigkeit im Anlegen von Sätzen sein, und jetzt verstärkt und quasi fokussiert zum Einsatz kommen, um Ihnen nun im Anschluß an diese grundsolide Einleitung mit verbalem Wirrwarr und unglaublich langen Bandwurmsätzen das Leben näher zu bringen und schwerer zu machen _ und sei es auch nur das kulturelle. Ganz genau, ich habe wieder keine Drogen genommen. Und das ist das Ergebnis.

Hallo Freunde. Tach. Sinnlos, es verbergen zu wollen. Der Herbst ist da. Bitterkalt die Nächte, nur die ewigen Spinner am Mezzo sitzen solange draußen bis die Putzfrau kommt oder Christiane und Miri sie mit scharfen aber bestimmten Worten verscheuchen und auf angenehm temperierte Örtlichkeiten im Innern verweisen. Recht haben sie. Die Benzinpreise steigen, die LKWs und BMWs werden trotzdem nicht weniger und die erotischen Seiten des Lebens verkrümeln sich mal wieder schwer Richtung Gemutlischkait, wie der Brite so sagt. Die Expo-Nasen werden auch wieder weniger und das bißchen Internationalität (wir sprechen hier nicht von Taschendieben), das diese, unsere kleine Landeshauptstadt verschönert hat, werden auch immer weniger. Mit anderen Worten: Zeit für eine gigantische Herbstdepression.

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