Thomas M. Ruthemann

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Mardi Gras.BB

Zwei Drittel machen das Gebläse, Saxofon, Posaune, Cornet und Sousafon, von jedem etwas, sieben im Ganzen, dazu zwei Klapperschlagzeuger und ein türkischer DJ – ergänzt durch „Doc“ Wenz, den charismatischen Frontmann, der ab und zu auch eine funkige Gitarre schlägt. Elf Freunde also, die als Mardi Gras.BB von Mannheim aus die Welt einer mystischen Marching-Band à la New Orleans im modernen Pop zu etablieren versuchen. Dabei sind sie nicht cool, wirken bis auf Wenz eher wie Sparkassenangestellte auf Sonderurlaub. Aber das macht die Überraschung umso größer, wenn sie Country, Folk, Jazz und eben auch Pop in ihrem sehr eigenen Stilmix mit enormer Überzeugungskraft und einer bestechenden musikalischen Eloquenz einem schnell schwer begeisterten Publikum im Faust präsentieren. Die wunderbar brausenden Bläser kommen im ersten Teil des Abends leider nur sehr matschig an, doch je länger die Mannheimer ihre ungemein überzeugenden Arrangements in die Halle pusten, desto besser hat der Tonmensch den Sound im Griff. Mardi Gras.BB sind gut, sehr gut, weil sie ein in Jahrzehnten aufgelaufenes Kulturgut nicht mehr nur reproduzieren, sondern es so kräftig umwenden und durchschütteln, so dass etwas Neues entsteht.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 22.10.2003
  • Ort: Faust
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