Thomas M. Ruthemann

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Seeed

Der bombige Beat der Berliner ist immer noch da. Auch nach längerer Schaffens- und Livepause. Keine Frage, neben Gentleman (just auf dem „Summer Soul Jam“ im BAD zu erleben) gehören Seeed zu Speerspitze des deutschen Reggae, Dub und Dancehall. Was das Capitol dabei an Andrang zu bewältigen hatte, schlug allerdings alle Erwartungen: seit über einer Woche ausverkauft und damit zum Bersten gefüllt. Das sorgte für eine wahrhaft jamaikanische Atmosphäre – feuchtwarm und gefüllt mit frenetischer Freude über die fröhlichen und frechen Sounds. Dazu eine tolle, thematisch dichte Bühnenshow, wunderbare Töne mit mächtigem Bass und wabernden Echos, hin und wieder biestigen Bläsern und drei Frontmännern, die höchst gelungen deutsche und englische Texte (im original jamaikanischen Patois-Slang natürlich) verquirlen – das hat schon echte Klasse und ist an keiner Stelle auch nur entfernt spannungsarm. Die Berliner Multikulti-Combo weiß, was Dancehall im ursprünglichen karibischen  Sinn noch meint: blendende Unterhaltung, begeisterte, tanzende und springende Fans. Der Seeed-Elferrat der Dub-Desperados bereit ein Rundum-gut-Gefühl, dass die Menge am Schluss zum Überquellen bringt und den Spree-Karibikern mehrere lange Zugaben abnötigt. In der Form wird ihre just gestartete Tour sie glatt zu Champions-League-Weihen bringen.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 20.09.2003
  • Ort: Capitol

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    • Datum 25.09.1999
    • Ort Flohcircus




  • Rosenstolz Zusätzliche Informationen
    • Datum 12.06.1999
    • Ort Capitol




  • Die Happy Zusätzliche Informationen
    • Datum 05.04.2001
    • Ort Musikzentrum




  • Linton Kwesi Johnson Zusätzliche Informationen
    • Datum 25.11.2000
    • Ort Capitol




  • Wir Sind Helden Zusätzliche Informationen
    • Datum 28.05.2003
    • Ort Café Glocksee