Thomas M. Ruthemann

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Blood Brothers

Das Blut stockt einem schon gewaltig, wenn die US-Boys Blood Brothers ihren überbordenden brutalen Hardcore von der Bühne brüllen. Zweistimmig kreischend, keifend und kläffend, strafen sie selbst so manche Punkkapelle als harmlose Schülerband ab – überqueren problemlos diverse Grenzen des Genre. Zunächst gut eingestimmt von der zweiten Seattle-Combo mit dem schönen Namen Pretty Girls Make Graves, konnten die Fans im Café Glocksee auch nur teilweise der Macht dieser prasselnden Töne Stand halten und suchten Wege aus dem Saal, um im Vorraum die Live-Übertragung auf TV mitzunehmen. Tatsächlich grenzen die Gitarrenriffs auch an Angriffe auf das Innenohr und die heftigen Schlagzeug-Kanonaden einem Trommelfeuer, das Löcher ins Trommelfell zu reißen scheint. Die Leidenschaft, ja, der Radikalismus ihres Ansatzes ist schon beeindruckend – was zurzeit in Großbritannien allerdings mehr wahrgenommen wird, als in ihrer amerikanischen Heimat. Doch der Tag für diese Musik – man ist versucht ein „Avantgarde“ vor Hardcore zu setzen – muss kommen. Wer so tiefgreifend-rücksichtslos seine Kunst betreibt, wird sich durchsetzen.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 14.08.2003
  • Ort: Café Glocksee

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