Thomas M. Ruthemann

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Laurel Aitken

Wenn er nicht so deutlich vor einem stehen würde, wäre es kaum glauben. Seit den fünfziger Jahren gehört Laurel Aitken zur Spitze des Ska, dieser jamaikanischen Musik, die als Vorläufer des Reggae nur begrenzten Ruhm erhielt und erst durch das von England ausgehende Revival der frühen Achtziger weltweit neue Freunde erhielt. Auch jetzt ist die Begeisterung für diese Musik nicht wirklich weniger geworden – auf einer gesamt gesehen eher geringen Ebene hat sich diese muntere Musik ihren sehr treuen Fankreis erhalten, hat auch wieder bei einen jungem Publikum viele Freunde gewonnen. Resultat: ein ausverkaufter Flohcircus, 100 Leute, die unverrichteter Dinge wieder gehen mussten. Und die verpassten eine Menge: einen höchst lebendigen Shouter, der wunderbare Rhythmen zum Leben erweckt, dem seine 73 Jahren überhaupt nicht anzumerken sind und der die wogende Menge vor der kleinen Bühne mit vielen Klassikern durchweg begeisterte. Seine bunt gemischte Begleit Combo setzt die weich-wirbelnden Töne gekonnt um, ist immer dann gut, wenn die beiden Bläser den Takt betonen – und hat nach 90 Minuten den Club zum tropisch tobenden Tanzen gebracht. Ganz klares Fazit: Legenden leben länger!

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 15.02.2000
  • Ort: Flohcircus

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