Thomas M. Ruthemann

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Jelly Planet

Also dann – wieder eine neue musikalische Schublade zum Aufziehen. Diesmal: Spacerock. Die Protagonisten: Jelly Planet. Die machen schöne elektronische Musik, quälen ganz wunderbar einen alten Moog-Syntheziser und lassen Gitarren bratzen, als wären die letzten Jahrzehnte nicht gewesen. U.F.O., Hawkwind und selbst Can werden zitiert, eine beeindruckende Licht- und Videoshow inszeniert und die (leider wenigen) Fans damit inspiriert. Fremde Töne im Lindener Gig, wo sonst eher Nu Jazz und Soul das Zepter schwingen, doch beeindruckend ist, mit welcher Konsequenz die Dortmunder Weltallrocker ihre Ideen umsetzen. Die verfolgen sie schon seit acht Jahren, haben aber erst im Januar diesen Jahres mit "Food" ihr CD-Debüt hingelegt. Der Gesang klingt manchmal ein wenig pathetisch und nimmt die mit Überlichtgeschwindigkeit dahinrasenden Sounds wieder zu sehr zurück. Doch die auch ein wenig in der Tradition der Kraut-rocker stehenden Jelly Planet lassen den Begriff Gitarrensolo letztlich nicht zum Unwort werden, sondern überzeugen mit prächtigen psychedelischen Klängen.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 10.04.2003
  • Ort: Gig
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