Thomas M. Ruthemann

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Snapcase

Der Abend war lang, der Abend war hart: nicht nur in der Musik, auch für die Ohren. Wer seine Haushaltspackung Watte nicht dabei hatte, bekam schon wirklich Probleme so manche Phonattacke der Headliner dieses Hardcore-Abends, Snapcase, ohne Stresssymptome zu überstehen. Die New Yorker Könige der progressiven Lautstärke ersparten an diesem Abend in der Faust ihren Fans, die auch nach zwei Vorbands (Hate Squad, Hannover und Time In Malta, Kalifornien) anscheinend noch lange nicht genug hatten, wirklich gar nichts. Es gab ganz ganz heftig aufs Trommelfell – auf der Bühne, wie in den Köpfen – und die Saitenattacken wurden mit Vehemenz von Berserkern geritten. Bei aller Wut der wilden Sounds und wüstem Gestikulieren mit den Instrumenten, wirkten die US-Boys eher harmlos und gar nicht böse, machten nette Ansagen und gerierten sich als intellektuelle Hardcore-Helden, die eine intensive Erfahrung verkaufen wollen. Den Fans scheint es egal, sie türmen sich vor der Bühne, toben mit und dürfen dann spät und erschöpft auf dem Weg nach Hause den ersten Schnee dieses Winters geniessen. Das wirkt dann so wie eine Katharisis.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 05.12.2002
  • Ort: Faust
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