Thomas M. Ruthemann

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Catatonia

Dafür, dass sie zur Zeit eine der angesagtesten Bands der britischen Insel sind, hätten zu den walisischen Rock-Rabauken Catatonia ruhig ein paar mehr Leute ins Altro Mondo kommen können. Die, die da waren, hatten aber umso mehr Spaß mit der zweifellos charismatischen Sängerin dieser Band. Ganz im Ernst, ohne Cery Matthew als Frontfrau hätte wahrscheinlich niemand diese Combo wahrgenommen, wären sie längst im Orkus der unendlichen Zahl relativ guter britischer Bands verschwunden. Die Musik von Catatonia ist wirklich nichts Besonderes, eher 0815 Rock-Pop, der zwar gut los geht, aber letzlich nur Mittelware ist – weder besonders schräg, noch sehr eingängig und auch nicht besonders poppig. Zusammen allerdings mit der (bewußt?) als geniale Rockschlampe agierenden Matthews, wird es plötzlich rund und richtig. Kleine zynische Texte mit schrill-schräger Mädchenstimme ins Mikro gepresst – da kommt Freude auf und die recht schlichten Rocksongs erhalten die Weihe zu unterhaltsamen Hitstücken. Was ja dann auch die Vielzahl der internationalen Auszeichnungen des letzten Jahres verständlich macht. Um allerdings noch ganz groß zu werden, muß musikalisch noch eine Menge passieren. Sonst wird aus Catatonia nur ein schnell verglühender Stern am bunten und schnelllebigen Pophimmel.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 21.11.1999
  • Ort: Altro Mondo

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