Thomas M. Ruthemann

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De/Vision

Die ersten zehn Reihen hatten an diesem Montagabend so richtig Spaß, doch auch der Rest der leider nicht ganz so zahlreich erschienen Elektropop-Fans im Lindener Faust waren überhaupt nicht gelangweilt. Die Hessen De/Vision mit Wohnsitz in der Bundeshauptstadt zeigten nämlich ganz deutlich, dass sie mittlerweile in dieser Sparte komplett den Bogen raus haben. Gelungene und mächtige Melodiebögen legen sich über den sich oft einsilbig-gerade generierenden Grundrhythmus, ohne dass gar ein stampfender Beat wie im Techno entsteht. Kurz gesagt, die Popmusik gewinnt immer mehr die Überhand bei den beiden Protagonisten Steffen Keth (Gesang) und Thomas Adam (Keyboard/Texte), die ja auch auf den aktuellen Bandfotos das gleiche Signal ausstrahlen: fröhlich lachend statt düster-dräuend, wie es diesem Genre oft nachgesagt wird. Die aktuelle Tour bringt ansatzlos alte und neue Stücke zusammen, die Fans haben ihre Mitsing-Stücke und so vergeht die Zeit wie im Fluge, auch wenn der Ton manchmal ein bisschen zusammenmatscht, ist er dann aber streckenweise auch präzise und trocken-knackig. Doch das verdirbt den guten Eindruck, den De/Vision hinterlassen wirklich gar nicht.

Zusätzliche Informationen

  • Datum: 26.01.2004
  • Ort: Faust

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